Pressemitteilung 28.5.2010

Hanauer Holding als Vorbild für andere Städte
„Was kommunale Holdingstrukturen und Beteiligungssteuerung angeht, dient Hanau anderen deutschen Städten durchaus als Vorbild.“ So hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky seinen Gedankenaustausch mit dem Mainzer Bürgermeister Günter Beck zusammengefasst, der in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zuständiger Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Sport ist. Erstmals hat sich die Stadt Mainz an einem seit drei Jahren bestehenden Erfahrungsaustausch von Städten aus dem Rhein-Main-Gebiet beteiligt, der diesmal im Congress Park Hanau (CPH) stattfand.
2007 hatte die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH (SOH) zu einem solchen Erfahrungsaustausch eingeladen. Es folgten die HEAG Holding AG als Führungsgesellschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding als Gastgebende. Nachher zeigte die Wiesbaden Holding GmbH Interesse daran, wie in den Nachbarstädten die Beteiligungsstrukturen funktionierten. Diese städtischen Holdings waren nun im CPH allesamt vertreten.
Die Stadt Mainz gesellte sich hinzu, weil die dortige Ampelkoalition eine Zentrale Beteiligungsgesellschaft Mainz mbH (ZMB) gründen will und zu diesem Zweck eine Projektgruppe gegründet hat. Ziel ist der schrittweise Aufbau einer Holding, der bestehende und künftige Beteiligungen der Stadt zugeordnet werden, soweit sich das im Einzelnen als wirtschaftlich erweist. In der Begründung zum entsprechenden Stadtratsbeschluss vom Februar 2010 heißt es, die Vergangenheit habe gezeigt, dass es „dringend geboten“ sei, die städtischen Gesellschaften und Beteiligungen besser zu steuern. Mit der neuen Organisationsstruktur solle „ein größtmögliches Maß an demokratischer Kontrolle und Steuerung sichergestellt werden“, lautet es weiter. Viele Kommunen hätten damit positive Erfahrungen sammeln können.
„Das Mainzer Interesse bestätigt den in Hanau mit der BeteiligungsHolding eingeschlagenen Weg“, kommentiert OB Kaminsky den Besuch von Dezernent Günter Beck aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Beck meinte, Mainz stecke im Vergleich mit Hanau, Offenbach, Frankfurt und Darmstadt „noch in den Kinderschuhen, was die Bündelung stadtnaher und städtischer Gesellschaften unter einem gemeinsamen Dach angeht“. Er freue sich, von den gemachten Holding-Erfahrungen anderer Städte aus dem Rhein-Main-Gebiet auch über die Landesgrenzen hinaus profitieren zu können.
Der nächste Erfahrungsaustausch dieser Städte soll am 31. August in Mainz stattfinden. Dann geht es um die Schwerpunktthemen politische Steuerung, Investsteuerung und Einkauf.
Im CPH stand diesmal die einheitliche IT-Infrastruktur der Unternehmung Stadt Hanau im Mittelpunkt. Die kann durch die Standardisierung deutliche Kostenvorteile erzielen. Was wiederum einen Anreiz auch für die anderen an diesem Erfahrungsaustausch beteiligten Städte darstellt, sich am Hanauer Modell zu orientieren.
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