Pressemitteilung 19.11.2007

Unternehmung Stadt baut Energiegesellschaft auf
Effizient, kostengünstig und umweltverträglich Energieleistungen für die gesamte Unternehmung Stadt Hanau bereit zu stellen, ist Aufgabe der neu entstehenden Hanau Energiedienstleistungen und –management Gesellschaft mbH (HEMG). Vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung der Stadtverordneten wird die HEMG zum 1. Januar 2008 gegründet. Sie ist eine 100-prozentige Tochter der BeteiligungsHolding Hanau (BHG). Deren Aufsichtsrat hat der Gründung bereits zugestimmt.
Für Oberbürgermeister Claus Kaminsky spielt die HEMG im Rahmen der Klimadebatte eine „herausragende Rolle“. Der Umweltdezernent betont: „Erstmals schreiben wir als Gesellschaftszweck fest, den Kohlendioxid-Ausstoß zu senken und die Energiebilanz zu verbessern.“ Es gehe also um mehr als nur darum, dass die HEMG die Unternehmung Stadt mit Strom, Gas, Wasser und Wärme beliefere. Vielmehr sei auch zu betrachten, wie die Energieträger Ressourcen schonend genutzt würden.
Kaminsky lässt in diesem Zusammenhang bereits prüfen, ob und wie sich der Strombezug aus erneuerbaren Energien für städtische Gebäude erhöhen lässt. Lasse sich dieser Energieanteil in Hanau steigern und der Einsatz importierter Primärenergie wie Öl, Gas und vor allem Kohle schrittweise mindern, „wird ein energiepolitisches Fossil wie der Staudinger-Neubau allemal ad absurdum geführt“. Der Oberbürgermeister, zugleich auch Kämmerer der Stadt Hanau, hebt hervor, dass „die effiziente Nutzung von Energie langfristig dazu beiträgt, unseren Haushalt zu entlasten“. Denn Effizienz bedeute Energiekosten zu mindern. Und Anlagenmodernisierung lasse sich durch Einsparungen refinanzieren.
Vorschläge für mehr Energieeffizienz erwartet der Oberbürgermeister von einem eigenen Arbeitskreis unter Federführung der BHG. In dem arbeiten bereits die Rathaus-Stabsstelle Umwelt, Stadtwerke, Baugesellschaft und der Eigenbetrieb Immobilienmanagement zusammen. Eine der Hauptaufgaben der HEMG soll darin bestehen, für die Stadt und deren Gesellschaften energienahe Dienstleistungen gebündelt zu erbringen. Dazu zählen Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung von Energiezentralen und Verteilnetzen. Vorgesehen ist auch die Versorgung mit Wärme, Kälte, Dampf und Licht, darüber hinaus Dienstleistungen aus den Bereichen Beratung, Abrechnung, Energiemanagement und –controlling. Für all diese Aufgaben will die HEMG kein eigenes Personal aufbauen. Vielmehr will sie auf vorhandene Fachkräfte aus verschiedenen städtischen Bereichen zurückgreifen, so vor allem von den Stadtwerken Hanau und der Netzdienste Rhein-Main, die mit einer Beteiligung zur BHG/Stadtwerke-Gruppe gehört.
Um die Energieeffizienz in den städtischen Gebäuden weiter zu verbessern, sollen die bestehenden Anlagen im erforderlichen Maß technisch modernisiert werden. Vorgesehen ist die Übernahme des Betriebs der städtischen Energiezentrale durch die HEMG. Doppelt vorgehaltene Leistungen soll das Unternehmen vermeiden und vorhandene Ressourcen optimal einsetzen helfen. Mehr Energieeffizienz diene nicht alleine der Unternehmung Stadt, so Kaminsky weiter. Ihm ist auch wichtig, dass das lokale Handwerk davon profitiere und sich damit die Wertschöpfung in der gesamten Region Hanau erhöhe.