Pressemitteilung 29.9.2006

Kaminsky: BeteiligungsHolding ist kerngesund
Die BeteiligungsHolding Hanau GmbH (BHG), die Muttergesellschaft der städtischen Gesellschaften in Hanau, hat ihren ersten Geschäftsbericht für das Jahr 2005 vorgelegt. Bei der Bilanzpressekonferenz hob Oberbürgermeister Claus Kaminsky als BHG-Aufsichtsratsvorsitzender hervor, dass der Geschäftsbericht die Holding und ihre Steuerungsmechanismen für die städtischen Unternehmen „transparent macht“. Das gelte für die Bilanzzahlen ebenso wie die Menschen, die solche Bilanzen zu erwirtschaften helfen „im Sinne der täglichen Daseinsvorsorge für die Bürger dieser Stadt“.
Kaminsky erläuterte zusammen mit den BHG-Geschäftsführern Michael Schweitzer und Roland Laig die Wirtschaftsergebnisse der Unternehmung Stadt Hanau. Sie stellten fest, „dass die BeteiligungsHolding kerngesund ist – trotz mancher Unkenrufe“.
Erstmals liegt mit dem Geschäftsbericht eine Gesamtbilanz der städtischen Wirtschaftsunternehmen vor. Die 2005 erzielten Umsatzerlöse in Höhe von knapp 170 Millionen Euro seien in der Brüder-Grimm-Stadt ausgegebenes Geld. „Das zeigt, welcher Wirtschaftsfaktor die BeteiligungsHolding mit den städtischen Unternehmen für Hanau ist“, betonte Kaminsky.
Der Aufsichtsratsvorsitzende hob ebenso hervor, dass die Unternehmung Stadt mit ihren rund 3500 Beschäftigten zu den größten Arbeitgebern in Hanau zähle. Hinter den einzelnen Unternehmen steckten Menschen, die nicht nur am Arbeitsplatz zum Wohle der Stadt arbeiteten, sondern auch in ihrer Freizeit. Daher habe die BeteiligungsHolding in ihrem Geschäftsbericht bewusst das Konzept gewählt, solche Freiwilligen aus den einzelnen Gesellschaften vorzustellen - mit Bild und Interview. Dabei kristallisiere sich heraus, „dass unsere Beschäftigten vielfach mit Leib und Seele Hanauerinnen und Hanauer“ sind, meinte der OB. Solche „Identifizierung“ habe „Vorbildcharakter für andere“.
Dass die BeteiligungsHolding in der Bürgerschaft verankert sei, dafür sorge auch die „breite kommunalpolitische Kontrolle“ im Aufsichtsrat, sagte Kaminsky weiter. Ihn wundere zuweilen, dass eine städtische Holding skeptischer betrachtet werde als eine privatwirtschaftliche, obschon die ökonomischen Mechanismen sich bei beiden glichen. Die Holding ins Leben gerufen zu haben, habe mit Steueroptimierung ebenso zu tun wie mit der wirtschaftlichen Gesamtplanung der städtischen Unternehmen, zum Beispiel der Vermeidung von Doppelaufgaben und Doppelausgaben im Gesamtgeflecht der Unternehmung Stadt Hanau.
Kaminsky meinte mit Blick auf eine zuweilen auf die äußere Form verkürzte Diskussion, es sei „organisationshistorisch völlig abwegig zu glauben, dass es eine letztgeltende Organisationsform für alle Zeiten gebe“. Vielmehr sei auch in der Privatwirtschaft eine „Dynamik selbstverständlich“, die immer wieder organisatorische Veränderungen mit sich bringe, damit die Unternehmen „nicht in ihrer Effizienz erlahmen“.
Nichtsdestotrotz wolle er in der Unternehmung Stadt Hanau „Veränderungsprozesse auch wieder entschleunigen, weil schon eine Menge Veränderungsstress erzeugt worden ist.“ Nun sei „Konsolidierung und Transparenz“ beim Umbau notwendig, „um den Hanauer Bürgern erklären zu können, dass wir das für sie und ihre Stadt tun“. Dabei sei nicht entscheidend, welche städtische Aufgabe in welcher Organisationsform erbracht werde, sondern zu welchen Kosten öffentliche Dienstleistungen angeboten würden.
„Unsere BeteiligungsHolding macht dafür einen guten Job“, fasste der Oberbürgermeister die am Vorabend erfolgte Entlastungsempfehlung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2005 zusammen.