Pressemitteilung 16.2.2009

Neue IT-Architektur: technisch und konzeptionell innovativ
Die Unternehmung Stadt Hanau ist die einzige Kommune in Hessen, die über ein eigenes „Stadt-LAN“ verfügt. In das zehn Kilometer lange, ringförmig angelegte Datenleitungsnetz sind nahezu alle Organisationseinheiten eingebunden. Neu aufgebaut wurden darüber hinaus ein zentrales Rechenzentrum und ein Ausfall-Rechenzentrum. „Unsere IT ist technisch und konzeptionell innovativ, leistungsstark und sicher“, beschreibt Oberbürgermeister Claus Kaminsky die umfangreiche Neuausrichtung der Informationstechnologie der Unternehmung Stadt Hanau. 2006 ist damit unter Federführung der BeteiligungsHolding Hanau (BHG) begonnen worden. Ziele waren, Kosten zu senken, Produktivität und Servicequalität zu verbessern sowie Synergiepotenziale zu nutzen. Die neue Infrastruktur des „Stadt-LAN“ ermöglicht, in jeder der angeschlossenen Lokationen alle Services zur Verfügung zu stellen. Betreuung, Wartung und Beschaffung steuert zentral das IT-ServiceCenter (ITSC), das seit 1. Januar 2009 mit einem 20 Fachleuten zählenden Team für rund 2000 Anwenderinnen und Anwender zuständig ist.
Die bisher auf sieben unterschiedliche Rechenzentren verteilten Leistungen wurden auf zwei reduziert - das städtische Hauptrechenzentrum und das räumlich getrennte Ausfall-Rechenzentrum. Möglich wurde das, indem auf physikalischen Servern mehrere sogenannte virtuelle Systeme abgebildet werden. Diese beherbergen unabhängig voneinander die Anwendungen.

Diese Technologie ermöglicht eine Ressourcenauslastung von 90 statt bisher 15 Prozent. Sie benötigt weniger Platz in den Rechenzentren, reduziert den Wartungsaufwand und vereinfacht die Administration.

Bis zu 70 Prozent weniger Strom als bisher verbrauchen die neuen PC-Arbeitsplätze in der Unternehmung Stadt. Verbannt wurden die lokalen Rechner unter dem Schreibtisch. Auf dem Tisch stehen nun neben Monitor, Tastatur und Maus der sogenannte Thin Client. Ein kleines, geräuschlos funktionierendes Gerät, das die Verbindung zum Server herstellt, auf dem alle Anwendungen abgelegt sind. Die Vollkosten für einen Standardarbeitsplatz mit Betriebs- und Mailsystem, Office-Paket, Datensicherung und Internetzugang reduzieren sich dadurch von bisher rund 4000 Euro auf nunmehr etwa 2500 Euro. Laut Oberbürgermeister Kaminsky ergeben sich so im EDV-Bereich Einsparungen in Höhe von insgesamt rund zwei Millionen Euro..