Pressemitteilung 19.6.2009

BHG sieht sich „finanzwirtschaftlich und bilanziell solide aufgestellt“
Die BeteiligungsHolding Hanau GmbH (BHG), die Muttergesellschaft der städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe in der Brüder-Grimm-Stadt, sieht sich in der jetzigen Phase der Wirtschaftskrise „finanzwirtschaftlich und bilanziell solide aufgestellt“. Das hob Oberbürgermeister Claus Kaminsky in der BHG-Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2008 hervor. Die notwendigen Wertkorrekturen seien weitgehend abgeschlossen, womit die BHG den Auftrag der bilanziellen Konsolidierung erfülle.
„Die BHG bewegt aber mehr als nur das Geld“ hob Kaminsky auf das Schwerpunktthema des Geschäftsberichts 2008 ab. Dieser befasst sich im Textteil mit Nachhaltigkeit in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht.
Erstmals gewann die BHG für ihr Geschäftsbericht-Magazin mit Dr. Jürgen Heraeus einen herausragenden Hanauer, der sich aus Sicht des Weltunternehmens Heraeus zur Nachhaltigkeit äußert. Dass Nachhaltigkeit auch in der Unternehmung Stadt Hanau viele Facetten hat, ist an Themen wie einer an Gemeinwohl und Daseinsvorsorge orientierten Finanzpolitik der BHG abzulesen.
Ebenso an klassischen Umweltthemen wie Photovoltaik auf städtischen Dächern und der Wiederverwertung von Grünabfall. Innovativ ist in diesem Zusammenhang die auf Green-IT ausgerichtete BHG-Strategie der Büroausstattung und Rechenzentrumsleistungen in der Unternehmung. Soziale Nachhaltigkeit spielt eine Rolle beim einzigartigen Tarifvertrag für eine gemeinsame Arbeitsnehmervertretung von städtischen Betriebs- und Personalräten sowie bei der Sprachförderung in der Kindestagesbetreuung. Talente zu fördern, thematisiert der Geschäftsbericht bezogen auf Nachwuchskräfte in eigenen Unternehmen genauso wie auf die Basketball-Jugend der Turngemeinde Hanau, deren „White Wings“ die BeteiligungsHolding Hanau finanziell unterstützt. Nachhaltigkeit spielt im Geschäftsbericht auch eine Rolle, wenn es um Kommunikation und Transparenz im Rahmen des „Wettbewerblichen Dialogs“ in Hanau geht und um Qualitätssicherung im Klinikum Hanau. Nicht zu vergessen schließlich die Förderung heimischer Künstlerinnen und Künstler, die die BHG über den Congress Park Hanau betreibt.
Was die finanzielle Nachhaltigkeit der BHG angeht, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Claus Kaminsky in der Pressekonferenz, dass die Bilanzsumme vor allem wegen des 2008 erfolgten Kaufs des städtischen Klinikums um 115 Millionen auf 437 Millionen Euro gestiegen sei. Ebenso habe die BHG Umsatzerlöse und Erträge um 100 Millionen auf 375 Millionen Euro steigern können.
Dagegen ist das Betriebsergebnis von 26 Millionen Euro im Vorjahr auf 18,5 Millionen Euro im Jahr 2008 gesunken. Das hat vor allem damit zu tun, dass die BHG für ihre Tochter Stadtwerke 2,5 Millionen Euro rückstellen musste für eine sogenannte Mehrerlös-Abschöpfung. Damit zwingt die Bundesnetzagentur Stromversorger zu einem Ausgleich für Netzentgelt-Einnahmen, die über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren höher waren als später von der Agentur genehmigt. Wie mit der dieser Mehrerlös-Abschöpfung weiter umzugehen ist, bleibt derzeit in der gesamten Branche unklar.
Zum schlechteren Betriebsergebnis trugen auch vier Millionen Euro Abgeltungssteuer bei, die die Baugesellschaft Hanau einmalig für das Altvermögen der Baugesellschaft zahlen musste. Damit einher geht aber, dass das Altvermögen künftig bei Bedarf auszuschöpfen ist.
In seiner Prognose stellte OB Kaminsky die städtebauliche Entwicklung Hanaus heraus. Die Konversion der ehemaligen US-Militärflächen stehe in den nächsten fünf Jahren im Mittelpunkt und trage zur erheblichen Wertverbesserung der BHG bei, deren Tochter BauProjekt Hanau GmbH den Prozess der Neunutzung und des Umbaus steuert.