Pressemitteilung 31.8.2011

Beteiligungs Holding Hanau stellt ihre Bilanz für 2010 vor
„Es gibt zwar erquicklichere Übungen, als für die BeteiligungsHolding Hanau (BHG) abermals einen Bilanzverlust zu verkünden. Aber hinter all den Zahlen der städtischen Gesellschaften steckt die klar erkennbare Linie die Brüder-Grimm-Stadt fit zu machen für den interkommunalen Wettbewerb.“ So kommentierte Oberbürgermeister Claus Kaminsky in der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2010 die Entwicklung der BHG. Die BHG-Bilanz schloss mit einem Minus von 6,9 Millionen Euro nach 5,2 Millionen Euro Verlust im Vorjahr.
Lieber verkünde er gute Dienstleistungen für die Bürger und verbesserungswürdige Geschäftszahlen als umgekehrt, sagte Kaminsky weiter. In allen Bereichen der BHG seien Investitionen in die Infrastruktur, Modernisierungen zum Wohle der Menschen und Weiterentwicklungen des städtischen Gesamten erkennbar.
Als Beispiele dafür nannten er und die Geschäftsführungen der größten BHG-Gesellschaften bei der Pressekonferenz den Neubau der Medizinischen Klinik, verbunden mit enormer finanzieller Anstrengung, bei gleichzeitig positivem Jahresergebnis des Klinikums Hanau mit 400.000 Euro. Die Stadtwerke Hanau hätten die durch alte Gas-Bezugsverträge begründete Talsohle durchschritten, sie können 2010 knapp 4,7 Millionen Versorgungsgewinn und 1,1 Millionen Euro Bilanzgewinn vorweisen. Die Bäder, wie der Hafen 2010 noch zu den SWH gehörig, seien mit hohem Aufwand saniert worden und dienten der Daseinsvorsorge für breite Bevölkerungsschichten. Die Parkhaus-Gesellschaft habe einen Gewinn von 300.000 Euro erwirtschaftet und gleichzeitig Geld in die Modernisierung ihrer Garagen gesteckt. Die Baugesellschaft Hanau zeige ihre finanzielle Solidität und reinvestiere, wie vielfach im Stadtbild zu erkennen, alle Erträge in Sanierung und Renovierung, wobei mit der Modernisierung oft nötiger Wohnungsleerstand und damit zurückgehende Einnahmen einhergingen. Die Hanauer Straßenbahn (HSB) habe ihre Fahrleistungen erhöht; das habe eine abermals gesteigerte Fahrgastzahl nach sich gezogen, zugleich aber ein wieder zu senkendes Minus von 4,7 Millionen Euro mit sich gebracht, bedingt auch durch hohe Rückstellungen für Altersteilzeit. Der Congress Park Hanau habe seinen Umsatz gesteigert und sich vor allem mit der hauseigenen Sinfoniereihe und eigenen Ausstellungen als Haus für die Hanauer profiliert.
Zum Minus der BHG beigetragen hat nach Auffassung von Kaminsky 2010 zweifelsohne die Entwicklung der Finanzmärkte. Nicht zu vernachlässigen seien jährlich 2,1 Millionen Euro Garantiedividende, welche die BHG an die Mainova als SWH-Minderheitseignerin zu zahlen habe. Hinzu kämen 1,2 Millionen Euro Kapitaldienst, die freilich mit der hohen Investitionsbereitschaft für die Stadtentwicklung zusammenhingen, ebenso mit in Summe 900.000 Euro Rückstellungsbedarf durch das Bilanzrechts-Modernisierungsgesetz.
Auch die Bundes- und Landespolitik mit ihren Konjunkturprogrammen zeigten freilich, dass in den jeweiligen Hauptstädten bewusst antizyklisch gehandelt worden sei. „Aufbau statt Rück- oder Abbau“ sei die Devise der Stadtentwicklung. Wer nicht in die Zukunft investiere, laufe dagegen Gefahr, seine finanzielle Lage weiter zu verschlechtern. Allerdings dürfe das kein Freibrief für ungebremste Ausgabepolitik sein, vielmehr sei davon auszugehen, dass „das jetzige Engagement künftig Früchte trägt in Form besserer BHG-Bilanzen“, so Kaminsky.

Hanau, den 31. August 2011 / jh