Pressemitteillung 10.09.2013

Management-Ausschuss soll Geschicke der BHG lenken

„Im Kern sind die Zahlen für 2012 durchaus zufriedenstellend“, so bewertet Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Geschäftsentwicklung der BeteiligungsHolding Hanau (BHG). Die BHG weist einen Verlust von 3,8 Millionen Euro aus – und damit eine Verbesserung um eine Million Euro im Vergleich zu 2011. „Auf dem Weg zur Schwarzen Null und zur Stabilisierung des Eigenkapitals sind weitere Anstrengungen nötig“, hob der BHG-Aufsichtsratsvorsitzende hervor und stellte in diesem Zusammenhang die neue Zukunftsstrategie für die BHG vor.
Kernbestandteil dieser Strategie ist ein sogenannter Management-Ausschuss, der die Geschicke der BHG künftig lenken soll. Zu diesem Gremium zählen die Geschäftsführer Ewald Desch für die BHG, Martin Bieberle für BauProjekt Hanau GmbH, Steffen Maiwald für die Stadtwerke, Jens Gottwald für Bau- und Parkhausgesellschaft, Michael Takatsch für die Nahverkehrsgesellschaften HSB und HLNO sowie die Hanau Netz GmbH, Erika Schulte für die Wirtschaftsförderung und Berthold Leinweber für die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
Kaminsky erklärte, mit dem Ausscheiden von BHG-Geschäftsführer Michael Schweitzer zum Jahresende 2013 sei „die Last der Verantwortung nicht allein Ewald Desch aufzubürden“, der mit seiner Erfahrung für seine Geschäftsführer-Kollegen freilich „unverzichtbarer Berater und Unterstützer“ sei. Die Leiter der städtischen Gesellschaften stünden ohnehin in ständigem Kontakt und könnten mit dem neuen Lenkungsinstrument „in Zeiten des Rettungsschirms Personalkosten sparen helfen“. Sie seien „hoch qualifiziert und sollen Verantwortung für das Ganze übernehmen“.
Der Vorsitzende erstattet dem BHG-Aufsichtsrat regelmäßig Bericht. Der Managementausschuss der BHG arbeitet permanent, selbstverantwortlich und ohne Beteiligung des OB. Die Geschäftsführer machen unter sich den Vorsitz, die Themen und den Tagungsrhythmus aus. „Von diesem Team verspreche ich mir einen Neustart unserer BeteiligungsHolding“, meinte Kaminsky, der zugleich dem scheidenden BHG-Geschäftsführer Schweitzer für dessen Aufbauarbeit seit Ende 2002 dankte.
Zur wirtschaftlichen Entwicklung der BHG sagte deren Aufsichtsratsvorsitzender weiter, Ziel müsse sein, bis 2014 oder 2015 kein Eigenkapital mehr aufzuzehren wie bisher – die Bilanz für 2012 weist 22,5 Millionen Euro Eigenkapital aus. Das könne gelingen, wenn es weiterhin dabei bleibe, die Verluste der HSB auszugleichen dank der positiven Ergebnisse von Stadtwerken, Hafen, Bau- und Parkhaus-Gesellschaft. Die roten Zahlen der Bäder müsse künftig der städtische Haushalt auffangen. „Zielgröße sind hier zwei Millionen Euro. Die Hanau Bäder GmbH ist mit 2,8 Millionen Euro Minus noch nicht ganz so weit, aber erkennbar auf dem Weg dorthin.“
Mit dieser Vorgehensweise, so Kaminsky, unterstreiche die Stadt Hanau, dass sie „weder die Bäder noch den Busbetrieb in ihrem Eigentum zur Disposition stellt“. Denn hier gehe es um „elementare Aufgaben der Daseinsvorsorge“.
Genauso wenig stelle er die BHG in Frage, vielmehr gehe es darum, „ihre Qualität auf dem aktuellen Niveau zu halten“. Die BHG als Finanzholding mit Bündelungsfunktionen - beispielsweise bei IT und Buchhaltung - sowie dezentralen Kompetenzcentern bei einzelnen Gesellschaften – etwa Versicherungswesen sowie Unfall- und Schadensbearbeitung bei den Stadtwerken – sei für die Unternehmung Stadt Hanau von „elementarer Bedeutung“.

Hanau, den 10. September 2013 / jh
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