BHG verzeichnet ihr bestes Geschäftsergebnis seit 2004

Die BeteiligungsHolding Hanau (BHG) hat 2014 ihr Geschäftsergebnis gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Mehr noch: Mit dem Verlust von 1,48 Millionen Euro war sie so erfolgreich wie nie zuvor. Oberbürgermeister Claus Kaminsky sieht daher „den erfolgreichen Weg der BHG absolut bestätigt, nachdem für 2014 als Zielmarke ein Verlust unter zwei Millionen Euro gesetzt worden war“. Die 2003 gegründete städtische Holding wies 2013 einen Verlust von 2,3 Millionen Euro aus. Kaminsky dankte BHG-Geschäftsführer Ewald Desch für die „Anstrengungen, die dieses beste Ergebnis der BHG-Geschichte möglich gemacht haben“.
Kaminsky sieht die BHG „grundsolide aufgestellt“, wie er in der Bilanzpressekonferenz sagte. Dafür sprächen ihre mittlerweile auf fast 30 Millionen Euro angewachsene Kapitalrücklage, die auf einer breiten Basis über mehrere Gesellschaften verteilten Gewinne zum Abstützen der Bäder- und ÖPNV-Verluste und über die Jahre relativ konstante Umsatzerlöse von zuletzt knapp 373 Millionen Euro.
Bäder und ÖPNV seien „naturgemäß Sparten, deren Verluste vor allem die Stadtwerke tragen“. Das aber sei politisch gewollt im Sinne einer „Daseinsvorsorge, die vor allem die schwächeren Glieder unserer Stadtgesellschaft stützt“. Zudem sei es als erfreulich anzusehen, dass die Bäder abermals unter drei Millionen Euro Verlust geblieben seien, wenngleich das Einsparpotenzial „noch nicht ausgeschöpft“ sei, und dass die HSB 2014 mit knapp unter vier Millionen Euro Verlust „so gut wie lange nicht“ abgeschnitten habe. Das sei umso bemerkenswerter, habe unter den städtischen Gesellschaften doch vor allem die für Nahverkehr zuständigen „die Begleiterscheinungen des Stadtumbaus zu schultern gehabt“.
Zur wirtschaftlichen Entwicklung sagte Kaminsky als Aufsichtsratsvorsitzender, Ziel der BHG müsse sein, das erzielte Jahresergebnis „mindestens zu stabilisieren“. Er betonte die „überaus ambitionierte Investitionstätigkeit“ im BHG-Konzern über die vergangenen fünf Jahre. Von 2009 bis 2014 summierten sich die Ausgaben auf eine Viertelmilliarde Euro. 96 Millionen Euro davon entfielen allein auf das Klinikum und 71 Millionen Euro auf die Baugesellschaft, gefolgt von den Stadtwerken mit 48 Millionen Euro. Auch die BHG selbst habe rund zehn Millionen Euro in eine IT-Struktur auf modernstem Niveau gesteckt. Vier Millionen Euro vom Gesamtvolumen entfielen in diesem Zeitraum auf die Bäder, alle übrigen BHG-Gesellschaften steuerten insgesamt 24 Millionen Euro bei. „Das alles ist eine immense städtische Vermögenbildung“, fasste Kaminsky zusammen.
Bei der BHG und ihren Gesellschaften waren im vergangenen Jahr 2103 Menschen beschäftigt. Darin sieht BHG-Geschäftsführer Desch eine Kennzahl für ihre Bedeutung auf dem lokalen Arbeitsmarkt: „Wir sind damit einer der größten Arbeitgeber in Hanau.“
Der Geschäftsbericht weist für 2014 ein Investitionsvolumen von 36 Millionen Euro aus – im Vergleich zu 27,8 Millionen Euro 2013. Das Anlagevermögen stieg von 420 Millionen auf 432 Millionen Euro. Das Eigenkapital blieb mit 35,7 Millionen Euro nahezu konstant.
Der Geschäftsbericht der BHG ist im Internet abrufbar unter

Geschäftsbericht