BHG hat ihre Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 weiter verbessern können

„Das ist eine überaus erfreuliche Entwicklung“. So kommentiert Oberbürgermeister Claus Kaminsky das Geschäftsergebnis der BeteiligungsHolding Hanau (BHG) für das Jahr 2015. Den bisher niedrigsten Verlust von 1,48 Millionen Euro, erzielt im Geschäftsjahr 2014, hat die Mutter der städtischen Gesellschaften im vorigen Jahr auf minus 1,2 Millionen Euro drücken können. „Das ist umso bemerkenswerter, weil gleichzeitig der Investitionsaufwand im Topjahr des Innenstadt-Umbaus entsprechend hoch war“, fügte Kaminsky als Aufsichtsratsvorsitzender in der BHG-Bilanzpressekonferenz hinzu. Hier zeige sich, „wie solide hier gewirtschaftet wird“.
Dazu trage die Kapitalzuführung in Höhe von 1,5 Millionen Euro bei, die nunmehr im zweiten Jahr von der Stadt an ihre Holding floss, „um einen Beitrag zur Sicherung von ÖPNV und Bädern zu leisten“, so Kaminsky weiter. Zweck dieser Kapitalzuführung ist, das Eigenkapital der BHG zu stärken. Das ist um rund 300.000 Euro gestiegen, da der BHG-Verlust 2015 entsprechend niedriger ausfiel als die Geldzufuhr der Stadt. Insgesamt stieg die Kapitalrücklage der Holding im vergangenen Jahr somit auf 39,5 Millionen Euro.
Auf 37,7 Millionen Euro summierten sich 2015 die Investitionen der Gesellschaften unter dem Dach der städtischen Holding. Das sind nochmals 1,7 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor, als der Innenstadt-Umbau bereits in vollem Gange war. Kaminsky hob hervor, dass mit diesem Geld „hochwertiger Städtebau nicht allein auf dem Freiheitsplatz“ entstanden sei oder entstehe. Als „markantes Beispiel“ dafür nannte er den Wohnkomplex der Baugesellschaft an der Wallonisch-Niederländischen Kirche.
Der BHG-Aufsichtsratsvorsitzende betonte zugleich, dass die Gesellschaften städtisches Vermögen schaffen, „von dem auch künftige Generationen profitieren werden“. Als Kennzahl dafür nannte er die Entwicklung des Anlagevermögens, wie sie die BHG-Bilanz ausweist, von 432 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 445 Millionen Euro im vorigen Geschäftsjahr. Ebenso stiegen die Umsatzerlöse 2015 auf 378 Millionen Euro im Vergleich zu 373 Millionen Euro im Jahr zuvor. Dazu trugen die Stadtwerke mit 167,4 Millionen Euro bei, das Klinikum mit 129 Millionen Euro. Bei dieser Rangfolge steht die Baugesellschaft mit 26 Millionen Euro schon auf Platz drei. „Das zeigt, welchen hohen Stellenwert der kommunale Wohnungsbau in Hanau hat“, sagte der OB weiter.
BHG-Geschäftsführer Ewald Desch arbeitete bei der Pressekonferenz heraus, dass nicht nur die Stadtwerke, Bau- und Parkhausgesellschaft zu Gewinnbringern in der städtischen Holding zählten. Vielmehr sei auch der Hafen ein „Garant für verlässliche Überschüsse“.
Stadtrat Axel Weiss-Thiel griff bei der Pressekonferenz einen speziellen Aspekt auf, um zu zeigen, „welch hohen Stellenwert die von der BHG zu verantwortende IT auch über Hanau hinaus hat“. Das IT-ServiceCenter der Stadt Hanau stellt neuerdings zentral die virtuellen Server bereit, mit denen die Einkaufsgemeinschaft Kommunale Verwaltungen eG im Deutschen Städtetag (EKV) online Waren bestellen kann, wie ihn die städtische Hanau Einkauf GmbH (HEG) benutzt. Die Großstädte Stuttgart und Nürnberg sind die ersten Pilotkunden. Dass die Wahl für ein zentrales Einkaufsportal auf Hanau fiel, wertet der für IT zuständige Stadtrat als „Vertrauensbeweis aufgrund der von uns bereits seit 2010 gemachten Erfahrungen mit diesem Instrument“.
Stadtrat Andreas Kowol sieht im erfolgreichen Wirtschaften der städtischen Holding die Grundlage dafür, wichtige kommunale Aufgaben finanziell auch für die Zukunft abzusichern. Durch den steuerlichen Querverbund ließen sich der Betrieb zweier Schwimmbäder und der Busverkehr in Hanau mit einem Zuschussbedarf von zusammen fast 7 Millionen Euro jährlich stemmen und den Bürgerinnen und Bürgern anbieten. „In einer wachsenden Stadt ist ein guter öffentlicher Personennahverkehr für eine umweltgerechte Mobilität sehr wichtig und gibt allen Verkehrsteilnehmenden auch ohne Auto die Möglichkeit viele Ziele in der Stadt zu erreichen. Auch die Schwimmbäder sind für den Sport, den Schwimmunterricht und die Freizeit unverzichtbare Angebote einer attraktiven Stadt“, so Kowol abschließend.